Osstell
Osstell wurde 1992 von Neil Meredith und Peter Cawley am Imperial College in London entwickelt.
Für einen Zahnarzt kann es sehr schwierig sein, die Stabilität eines Implantates zu beurteilen. Dies kann jedoch von großer Bedeutung sein, um Implantate nach der Insertion bei Risiko-Fällen unmittelbar zu beurteilen, Einheilphasen und den Zeitpunkt für den Beginn der funktionellen Belastung festzulegen oder den Verlauf der Stabilität bei Implantaten über längere Zeiträume hinweg zu verfolgen. Eine ganze Reihe von Verfahren sind untersucht worden, unter anderem die Messung des Schneidwiderstandes während der Insertion oder das Beklopfen mit dem Griff eines zahnärztlichen Mundspiegels. Allerdings bietet keine dieser experimentellen Verfahren ausreichende Empfindlichkeit mit quantitativen und reproduzierbaren Messwerten an.
Die Resonanzfrequenzanalyse (das Prinzip, auf dem Osstell beruht) stellt ein hochpräzises nicht-invasives klinisches Verfahren zur Messung der Implantatstabilität dar. Bei diesem Verfahren wird ein einfacher „Mess-Zapfen“ mit dem Implantat oder Abutment verbunden. Die Messung erfolgt durch Annäherung einer Messsonde an den Zapfen. Mit dem Implantat-Stabilitäts-Quotienten oder ISQ-Wert im Bereich zwischen 0 und 100 können die Primärstabilität eines Implantates unmittelbar nach der Insertion sowie die sekundäre Stabilität, die die Veränderungen durch Knochenneubildungen und Osseointegration anzeigt, quantitativ gemessen werden. In Kombination mit einer klinischen Untersuchung kann Osstell eingesetzt werden um die Eignung eines Implantates für die funktionelle Belastung festzustellen, und mögliche Probleme im Frühstadium zu erkennen. Auf diese Weise kann die Misserfolgsrate minimiert werden.
Osstell entwickelt sich zum Standardverfahren zur Beurteilung von Implantaten in vielen Ländern.
Neoss bietet durch seine Verbindung mit dem Erfinder unübertroffene Unterstützung und Informationsmöglichkeiten.