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Chirurgie

Klinisches Vorgehen

Angemessene Planung vor dem chirurgischen Eingriff und ordnungsgemäße Präparation des Implantatbettes stellen eine effiziente und präzise Insertion sicher. Außerdem ist vorauszusetzen, dass Zahnärzte, die mit dem Neoss Implantat System arbeiten, die Prinzipien der Implantatchirurgie und der prothetischen Versorgung von Implantaten beherrschen.

Die Position zum Einsetzen der Implantate wird festgelegt und kann auf dem Knochen mit Hilfe eines Rosenbohrers, eines Positionierungsbohrers oder dem 2,2-mm-Spiralbohrer markiert werden. Die schrittweise Präparation des Implantatlagers erfolgt nun entsprechend der vorliegenden Empfehlungen. Der ideale Abstand zwischen zwei benachbarten Implantaten beträgt 3,5 mm bis 4,0 mm. Daraus ergibt sich ein Abstand von Mittelpunkt zu Mittelpunkt von mindestens 7,0 mm.

Für die klinische Entscheidungsfindung spielen präoperativ neben der Beurteilung der Kieferform klinische und Röntgen-Untersuchungen eine wichtige Rolle. Bei teilbezahnten Patienten muss die Lagebeziehung der Implantate zur vorhandenen Restbezahnung bei der Positionierung berücksichtigt werden.

Jegliche Präparation von Knochengewebe muss unter reichlicher Spülung mit physiologischer Kochsalzlösung mit einer intermittierenden Auf-und-Abbewegung des Bohrers erfolgen. Dies beugt einer Überhitzung des Knochens vor und erzeugt einen Pumpeffekt zum wirkungsvollen Abtransport von Knochenspänen.

Nach sorgfältiger Präparation des Implantatlagers wird das Neoss Implantat mit Hilfe des Implantateindrehers aufgenommen und inseriert. Der Implantateindreher wird dazu leicht in die Innenverbindung des Implantates gedrückt und, wenn nötig, ein wenig gedreht.

Das maschinelle Eindrehen des Implantats erfolgt bei niedriger Drehzahl – empfehlenswert ist ein Höchstwert von 20 U/min. Bei Verwendung einer Drehmomentbegrenzung sollten 45 Ncm nicht überschritten werden.

Bei einer einzeitigen Implantation wird das Implantat in der Regel so positioniert, dass der Kragen oberhalb des Alveolarkamms liegt. Bei zweizeitigem chirurgischem Vorgehen wird der Implantathals in der Regel in Höhe des Alveolarkamms platziert.

Das Neoss-System-Implantat kann für alle Belastungskonzepte verwendet werden: Sofortbelastung, nach sechs bis acht Wochen oder nach einer Zeitspanne, die der behandelnde Zahnarzt auf Grund seiner klinischen Erfahrung und der oben genannten Kriterien für angemessen hält.

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